Mehr Energie-Effizienz und eine Kletterwand
Die Schul- und Stadtsporthalle nimmt Gestalt an / 230 000 Euro Mehrkosten für „Passivhaus-Standard“
Schauten sich den Stand der Bauarbeiten an: Heinz Bultmann (links) und Martin Franke von der Stadtverwaltung.Noch stehen überall Rollen des Isoliermaterials, liegen Metall- und Holzteile. An vielen Stellen wird geschraubt, Verkleidung angebracht und Kabel werden verlegt. Auf Gerüsten und mobilen Arbeitsbühnen sind Handwerker beschäftigt. Die Arbeiten in und an der neuen Schulsporthalle in Loccum liegen genau im Zeitplan.
Rehburg-Loccum. „Das Dach ist drauf, die Heizung funktioniert“, freut sich Heinz Bultmann, der bei der Stadtverwaltung für den Bereich Hochbau zuständig ist. Er und Fachbereichsleiter Martin Franke waren nach Loccum gekommen, um den Stand der Bauarbeiten in Augenschein zu nehmen. Vom Eingangsbereich sind die Umkleide-Einheiten zu erreichen. Für jeden der drei Hallenabschnitte stehen jeweils zwei Umkleide-Module zur Verfügung. Zwei der Einheiten sind auch von außen erreichbar.
Noch fehlt der spätere Hallenboden, große Teile des Prallschutzes sind bereits angebracht, riesige Holzbögen unterstreichen die Großzügigkeit des Neubaus.
3,3 Millionen Euro wird die Halle, die in erster Linie für den Schulsport zur Verfügung stehen soll, insgesamt kosten. Aus der Kreisschulbaukasse gibt es dafür 666.000 Euro. Aus Dorferneuerungsmittel kommt witeres Geld, das sich auf drei Bereiche verteilt: für die Fassade gibt es 100.000 Euro. Für die Außenumkleiden gibt es weitere 72.500 Euro Zuschuss, und für die Außenanlagen fließen auch noch 41.800 Euro.
Auch wenn die Kosten um etwa 230.000 Euro höher liegen als ursprünglich vorgesehen, liege die Gesamtmaßnahme noch im Kostenrahmen, so Bultmann. Diese Mehrkosten fußen auf der lange diskutierten Entscheidung, den "Passivhaus-Standard" für die Halle zu wählen. In 7,5 Jahren soll sich diese Entscheidung bereits amortisiert haben, schildert Martin Franke.
In Euro und Cent "rechnen" wird sich hingegen eine Neuanschaffung nicht: eine 6,50 Meter hohe Kletterwand mit "Felsvorsprung". "Die haben wir uns gegönnt", sagt Martin Franke, der hofft, dass dieses besondere Angebot von den Schulklassen begeistert aufgenommen wird. Doch die werden das Innenleben der neuen Halle erst im März zu sehen bekommen - wenn der dunkelblaue Hallenboden verlegt, das türkisfarbene Geländer und die Holzbohlen für die maximal 199 Besucher fassende Zuschauertribüne montiert sind.
Quelle: Die Harke vom Samstag den 11. Dezember 2010
